Ganz einfach,
weil es von den tatsächlichen Rentenproblemen und der zu erwartenden Altersarmut ablenkt.
Ich bin zwar kein Fachmann, lese aber viel darüber.
Wie in jeder Branche, gibt es nun mal sehr gute, mittelprächtige und grottenschlechte Versicherer. Das hängt auch mit der Struktur der Gesellschaft zusammen. Gibt es doch bei den Kosten und verantwortungsvollen Umgang mit den Finanzanlagen extreme Unterschiede. Die Vergleichsbeispiele in den vorgenannten Magazinen behandeln fast ausnahmslos solche Gesellschaften, die durch Geldvernichtung glänzen. Namen will ich hier nicht nennen, ist aber einfach rauszufinden. Deshalb halte ich Pauschalaussagen, wie Versicherungen sind schlecht, Fonds sind besser etc. für falsch. Es gibt in jeder Sparte Gute und Schlechte.
So kann man in einschlägiger Fachliteratur dazu genau Auskunft bekommen.
Ich stütze mich da auch vorwiegend auf bisher tatsächlich erbrachte Leistungen und nicht auf Prognosen, was vielleicht mal sein könnte. Dafür unterliegt der Finanzmarkt viel zu großen Schwankungen.
Im Map-Report war neulich ein Ablaufvergleich deutscher Versicherer zu lesen. Verglichen wurden 47 Gesellschaften. Manche haben gar keine Auskünfte erteilt, da deren Ergebnisse offensichtlich plamabel waren.
Das Rating bezog sich auf 30 Jahre Laufzeit mit 100
euro monatlich / 1200
euro Jahresbeitrag, bei einem 30-Jährigen mit Ablauf zum 31.12.2009.
Es wurden also 36000
euro an Beiträgen gezahlt.
Beim Testsieger gab es 108000
euro Auszahlung! Also 72.000
euro mehr als eingezahlt wurde, Geld also verdreifacht. Finde ich schon ein recht ordentliches Ergebnis. ca. 6,5% Ablaufrendite.
Beim Durchschnitt gab es ca. 86.000
euro Auszahlung. Beim Schlechtesten Anbieter nur noch 74.000
euro! Also 34.000
euro weniger!
Aus diesem Grund finde ich hier eine Pauschalaussage völlig falsch.
Ähnliche Entwicklungen kann man bei Fondsanlagen verzeichnen, nur dass da die Risiken seitens des Anlegers höher sind.
Bei Riesterverträgen sehe ich die Problematik ähnlich wie Graufell.
Meines Wissens will da der Gesetzgeber aber nachbessern, so dass eine Aufrechnung für Auffüllrenten nicht mehr stattfinden soll.
Leider ist auch richtig, dass viele Verträge ihren Ablauf nicht erleben.
Nur werden sie oft nicht aus der Not heraus gekündigt, sondern weil der Zugriff auf das Geld möglich ist und das Geld für materielle Dinge ausgegeben wird, oder anders gesagt, der Mensch unterliegt dem Konsumzwang und verdrängt die Altersproblematik. Bei guten Gesellschaften ist der Rückkaufswert nach 7-10 Jahren bereits erheblich höher, als die gezahlten Beiträge. Dann sagt man sich halt, naja, verlieren tue ich ja nichts. Man lügt sich dabei natürlich selbst in die Tasche.
Deshalb finde ich eine Anlageform wie die Rüruprente oder gehaltsbezogene Betriebsrenten gar nicht schlecht. Sie stellen eine tatsächliche Altersvorsorge dar, da sie nicht kapitalisierbar sind. Es nützt auch nix dabei immer nur die Rendite im Auge zu behalten. Fakt ist doch, wer nix tut oder sich verzockt, dem fehlen eben dann monatliche Zusatzleistungen im Alter.
Ich finde ein gesunder Mix bei den Anlagen ist die beste Lösung.
Etwas Flexibilität, etwas Sicherheit und vielleicht auch etwas Risiko,
je nachdem was meine Gelbörse zulässt.
Habe ich nur eine Alternative, würde ich immer die Sicherheit empfehlen.
Euer Flash